Future-on-Wings e.V.

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Interaktionen für Zukunftsfähigkeit

 

Dies möge ein Ort  gemeinsamer

 Zukunftsbewältigung werden, ...

... der dem Vergessen entgegenwirkend hinaus weist über (wirkliche oder vorgestellte) Grenzen und Gegensätze zwischen 

  • Süd-Nord, Ost und West,

  • Nah und Fern,

  • Heute, Gestern  und Morgen,

  • Reich und Arm,

  •  diese oder auch jene (Un-) Gläubigkeit,

  • ökonomische oder ökologische  Verantwortung,

  • männliche oder weibliche Perspektiven usw.

Entsprechende  Kooperationen sollen hier vorgestellt und ihre weitere Entwicklung dokumentiert  werden.

Zunächst können hier Geschehnisse rund um die Ausstellung (ALP)TRAUM EUROPA" nachvollzogen werden, die im Oktober und November in der Berlin-Moabiter Heilandskirche zu sehen sein wird.

Der dazu gehörige Blog  soll auch ein internettes Gästebuch sein in dem Kommentare  hinterlassen werden können.

 

Berlin, den 24.1010

Hans-Hermann Hirschelmann FoW

 

Common Future

Aktuelle Links

 

Our Common Future...

.. heißt der 1987 veröffentlichte Bericht der UN Kommission für Umwelt und Entwicklung. Die ehemalige norwegische Ministerpräsidentin Gro Harlem Brundtland hatte in dieser Kommission den Vorsitz. Der Brundtland-Bericht definierte erstmals "nachhaltige Entwicklung" als ein Leitbild der Vereinten Nationen für die Entwicklung in gleichermaßen allen Teilen der Welt.

 

Nachhaltig ...

kann Wohlstand nur dann  entwickelt werden,  wenn Entwicklung darauf abzielt, dass weltweit alle gut leben können ohne zugleich die Grundlagen des Lebens aller zu zerstören.

 

Dies kann nur gelingen, wenn immer mehr Menschen dies zu ihrer höchstpersönlich eigenen Angelegenheit machen und nach gemeinsamen Wegen suchen, dabei auftretende Zielkonflikte auch über bestehende Grenzen hinweg gemeinsam zu überwinden.

 

 

Übrigens:

Schon 2008 hatte Berlin(s) Mitte Besuch aus Benin ...

 

 

Ausleihbar

Bannerausstellung:

Colour the Future - Urrinder Afrikas weisen in die Zukunft

 

 

Wer möchte helfen, die bestehende Ausstellung

zur interkontinentalen Wanderausstellung weiter zu entwickeln.

 

 

Zu ergänzen wären

  • aktuelle Infos zu (Hemmnissen einer) nachhaltigen Entwicklung der Viehwirtschaft in Europa und Afrika.

  • Textversionen in Französisch, Englisch und Regionalsprachen.

 

Die Wanderung (in den Jahren 2012/13/14) würde  Workshops begleitet und hier dokumentiert.

 

Neue Drucke im kleineren Format auf Fahnen aus Biobaumwolle würden die Möglichkeiten der Präsentation erweitern.

Download Programm-Flyer  Innen  Außen

Common Future Blog

 

(ALP)TRAUM EUROPA

in Bildern afrikanischer Jugendliche

 

Bis zum 20.12. in der Aula der

EVANGELISCHEN SCHULE BERLIN ZENTRUM

Besuche bitte anmelden 030 89 201 458 (Hirschelmann).

 

Die Bilder können übrigens auch

käuflich erworben werden

Fotos: Hans-Hermann Hirschelmann

 

 

Am  3.12. 17 Uhr

Workshop im Afrikahaus

Bochumer Str. 25 10555 Berlin

 

Perspektive gemeinsame Zukunft Klimagerechtigkeit und faire Wirtschaftsbeziehungen

 

Mehr Infos

 

Theaterworkshops

Der Schauspieler und Theaterlehrer Christel Gbaguidi  führt in die Welt des Schauspiels ein.

Weitere Infos (PDF)

Kontakt:

0176 7731 75 68 (Christel Gbaguidi)
030 89201458 (Hirschelmann, Future-on-Wings e.V.)
Internet: www.common-future.net
 

 

Ausstellungsbesuche und Gespräche

Während der Ausstellung in der Heilandskirche nahmen einzelne Besucher/innen, aber auch eine Gruppe Studierender und Schulklassen die Gelegenheit war, mit dem Organisator des 2008er und 2009er ASA Projektes, in dessen Rahmen die Bilder entstanden waren, zu sprechen.

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Podiumsdiskussion

am 2. November

50 Menschen waren zum Süd-Nord Dialog über Beweggründe zur Migration und zum Bleiben in die Heilandskirche gekommen.

Nachdem Christel Gbaguidi durch die Ausstellung geführt und deren Entstehung und Perspektive erläutert hatte, sie soll auch in Zukunft wieder auch in Deutschland zu sehen sein, folgten die Veranstaltungsgäste seiner Bitte, den Eindruck des Gesehenen nachwirken zu lassen und den zu Tode gekommenen Afrikaflüchtlingen eine Minute des Schweigens zu widmen.

Michael Rannenberg, langjähriger Pfarrer der Gemeinde und Mentor der Kuturkichen-Programms, nannte die Politik Europas gegenüber den Flüchtlingen in einer sehr persönlichen Ansprache ein "schreiendes Unrecht". Man würde damit die Geschichte der Kolonisierung Afrikas fortsetzen, bei der leider auch die christlichen Kirchen eine unrühmliche Rolle gespielt hatten. Rannenberg nannte es beschämend, wie das reiche Europa, das sich "christliches Abendland" nennen würde und so stolz auf seine Menschenrechtstradition sei, mit denen umspringt, die nicht zuletzt auch deshalb auf ein besseres Leben in Europa hofften, weil Europas Wirtschaft den Kontinent nach wie vor ausbeute.

Mekonnen Mesghena, in der Heinrich Böll Stiftung für den Themenbereich Migration zuständig, wie auch Jens-Uwe Thomas vom Berliner Flüchtlingsrat und Lucia Muriel von der Organisation MoveGlobal betonten die Bedeutung einer mitmenschlichen Sicht auf die einzelnen Schicksale, die sich hinter den statistischen Zahlen verbergen.

Muriel wies auf die großen Verdienste der Migrantinnen und Migranten hin, ohne die es in bestimmten Branchen wie etwa dem Pflegebereich recht übel aussehen würde. Die privaten Überweisungen vieler Einwanderer/innen würde die offizielle Entwicklungshilfe um ein Vielfaches übertreffen. Die augenblickliche Debatte um angeblich "integrationsunwillige Ausländer" nannte sie deshalb verletzend und ungerecht. Es sei für sehr viele Menschen eine große Enttäuschung.

Dass ein offeneres Grenzregime eine nicht zu bewältigende Anzahl Armutsflüchtlinge anzöge sei nicht zu erwarten. Auch heute würde nur ein sehr kleiner Teil der Menschen, die ihre Heimat verlassen (müssen), versuchen, nach Europa zu gelangen. Die meisten zieht es in Nachbarländer oder in andere Landesteile.

Die Beweggründe zu gehen seien vielfältig. Die einen seien neugierig und suchen als moderne Weltbürger nach dem Neuen, Unbekannten. Andere suchen gezielt nach besseren Startchancen für ihre Familie, wieder andere entfliehen einer unerträglichen Lebenssituation oder auch politischer Verfolgung. All diese Gründe seien zu respektieren und man solle keine Hierarchie in der Bewertung der Fluchtgründe vornehmen.

Die brutale Abschottungspolitik müsse ein Ende finden. Das war einhellige Meinung. Sie verstoße in vielerlei Hinsicht gegen geltende Grundrechte und internationale Vereinbarungen wie etwa die Flüchtlingskonvention.

Eine großartige Kampagne für ein Ende des brutalen Grenzregimes stellte am Ende Jens-Uwe Thomas vor: Jugendliche ohne Grenzen, der Berliner Flüchtlingsrat das Gripstheater, und andere die Kampagne haben die Kampagne "SOS für Human Rights" gestartet. Es gibt einen gleichnamigen Appell. Und das Gripstheater hat ein aufrüttelndes Stück entwickeln mit dem sie derzeit auf Tournee ist.

 

Hans-Hermann Hirschelmann

 

Nachtrag aus Sicht der Veranstalter: Wir hatten - im Angesicht der augenblicklichen Sarrazinaden - bewusst darauf verzichtet, auf Teufel komm raus Kontroversen anzuzetteln. Die Veranstaltung verlief entsprechend harmonisch. Für einige zu harmonisch? Was bedeutete es, dass knapp 10 Personen die Veranstaltung vorzeitig verlassen hatten? Ein Veranstaltungsgast bemängelte, dass er zu wenig Neues erfahren habe über die aktuelle Entwicklung an den Grenzen, die Rücknahmeabkommen usw.

Im Nachhinein müssen wir gestehen, dass eine Diskussion mit politischen Verantwortungsträgern vielleicht hätte einen größeren Anreiz geboten hätte, sehr hart an den aktuelle politischen Streitpunkten entlang zu diskutieren, die auf eine unmittelbare Wirksamkeit zielen. 

Dies soll im Rahmen des Blogs nachgeholt werden.

 

Christel Gbaguidi

ARTS VAGABONDS REZO AFRIK BENIN

Jens Uwe Thomas,

Flüchtlingsrat Berlin

Lucia Muriel,

MoveGlobal

Mekonnen Mesghena,

Heinrich Böll Stiftung

Moderation Henning von Bargen,

Heinrich Böll Stiftung


Kontakt:

Future-on-Wings e.V.

030 89201458 (Hans-Hermann Hirschelmann)

mail@future-on-wings.net

 

ARTS VAGABONDS REZO AFRIK BÈNIN 0176 7731 75 68 (Christel Gbaguidi) elchrist77@yahoo.fr


Weitere Informationen zum Programm, dessen Trägern und zu den Hintergründen im Programm-Flyer  (Siehe oben)

 

 

Hintergrund

ASA Projekt 2008/09

Beniner Jugendliche hatten sich im Rahmen einer Nord-Süd-Begegnung unter dem Motto „MIGRATION UND ICH“ mit dem Traum vieler jungen Menschen in Westafrika auseinander gesetzt, in Europa ein neues Leben zu beginnen. Mit eindrucksvollen Gemälden hielten sie fest, wie dieser Traum zum Alptraum wird.

 

Die Bilder beschreiben eine für viele afrikanischen Flüchtlinge brutale und für den Anspruch Europas, ein Hort der  Menschen-

rechte zu sein, eine sehr unangenehme Wahrheit.

 

Mit Klick auf die Bilder links kann die reich bebilderte Projekt-Dokumentation herunter geladen werden  (PDF)

 

 

Veranstalter:

 

Afrikahaus Berlin

ARTS VAGABONDS REZO AFRIK BENIN

Ev. Kirchengemeinde Moabit West

Future-on-Wings e.V.

Promigra

 

Eine Kooperationsveranstaltung des BER, unterstützt mit BMZ Mitteln

 

Gefödert durch die Landesstelle für Entwicklungszusammenarbeit LEZ mit Mittel des Berliner Wirtschaftssaenats

 

 

 

8.10. bis 24.11. 2010

Heilandskirche, Thusneldaallee 1,

10555 Berlin U-Turmstraße

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Fotos: Hans-Hermann Hirschelmann

 

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